Rasmussen wirft das gelbe Trikot

Die französische Sportzeitung L’Équipe berichtet, dass der Däne Rasmussen von seinem Team von der Teilnahme an der Tour de France zurückgenommen wurden.

Damit zieht das Team Rabobank wohl die Konsequenz in den immer größer werdenden Dopingskandal, in dem auch der bisherige Träger des gelben Trikots und heutige Etappengewinner Rasmussen wegen ausgelassener Kontrollen als Dopingsünder gehandelt wird.

Langsam sollte man anfangen auf den unteren Plätzen nach Rennfahrern zu schauen. Sie könnten in 2 Tagen das gelbe Trikot tragen.

5 Kommentare

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Abnehm-Profi
26. Juli 2007 um 10:49

Ja… Rasmussen war doch nicht mehr haltbar. Die Sponsoren haben doch auf den Rücktritt bestanden – allein der Schadensbegrenzung wegen.

Aber machen wir uns nichts vor: die Tour (und der Radsport insgesamt) scheinen „verseucht zu sein: Erik Zabel und sein EPO, dessen früherer Zimmergenosse und Mit-Doper Rolf Aldag steht T-Mobile als Sportdirektor vor und Christian Henn tut dies bei Gerolsteiner. Die Liste der (Ex-)Doper lässt sich beliebig verlängern. Versprechungen wie „Neuanfang“ und „sauberer Sport“ machten vor dem Tour-Start die Runde. Die Deutschen spielten sich dabei als Vorkämpfer im Kampf gegen Doping auf. Als der positive Befund von Patrik Sinkewitz herauskam, passierte intern nichts. Auch der Sponsor T-Mobile bezeugte trotz gegenteiliger Ankündigung „Treue“ und will weitere „Prüfung“ nach der Tour vornehmen.

Fazit: Brecht die Spritz-Tour ab.

David
26. Juli 2007 um 12:47

Da anscheinend die Sensationsgier bei den Beobachtern überwiegt und der ARD-Boykott angesichts des Dopings auch in anderen Sportarten sowie den vielen rein wirtschaftliche denkenden TV-Sendern wenig produktiv ist, was die Sauberkeit der Veranstaltung angeht, sollte man vielleicht obligatorische, permanente Kontrollen vor und nach den Etappen in Erwägung ziehen. Nur unter der aufschiebenden Bedingung des Erhalts einer Fahrerlaubnis nach Tests auf Herz und Nieren sollten die Teilnehmer noch starten dürfen. Besser die Pedaleure liegen vor und nach dem Rennen stundenlang an den Apparaten der Kontrolleure als heimlich auf in den Hotelzimmern am Transfusionstropf.

Axel
26. Juli 2007 um 14:25

Das eigentliche Problem ist doch, dass man gar nicht alle Dopings nachweisen kann. Das Eigenblutdoping z. B. ist nach wie vor nicht nachweisbar. An der Aussage von Herrn Frank, dass nur die „Dümmsten der Dummen“ erwischt werden, ist glaube ich schon was dran.

David
26. Juli 2007 um 14:59

Ja, sicherlich ist hier wie bei der Geschichte vom Hasen und dem Igel oder dem Kriminellen und dem Polizist im Strafrecht der Dopende einen Schritt voraus. Aber auf die Moral der Beteiligten kann doch heute niemand mehr setzen. Also kann man es als Gesellschaft wohl nur hinnehmen, dass Pharmakonzerne Substanzen produzieren, die natürlich auch – nicht nur im Radsport – genutzt werden, dass geiz geil und Solidarität und Fairness out sind oder man versucht intensiver als bisher auf ein neues, verbessertes System zu drängen. Recht hört ja nicht auf zu sein, dort wo bzw. wenn es nicht mehr befolgt wird …

Bérenger
26. Juli 2007 um 15:38

Eins steht jedenfalls fest: ich melde mich für die nächste Tour an. Wenn dann alle anderen wegen Dopings disqualifiziert wurden, bin ich der Sieger!