Wahlkampf à la Obama muss auch gekonnt sein

Schon seit langem wird der amerikanische Wahlkampf beobachtet um Elemente davon nach Deutschland zu bringen und damit auch zu gewinnen. Das gilt für den gerade vergangenen Wahlkampf und die Strategie seines Gewinners noch viel mehr. Sein Slogan „Yes we can“, seine Auftritte, sein Wahlkampf auf allen Kanälen, wurde schon während des Wahlkampfs hier bemüht. Aber von Obama kopieren, heißt noch lange nicht siegen lernen, wie man etwa hier sieht

oder etwa an dem (voreilig und unfreiwillig?) als hessisch-Obama gekürten Kandidaten Thorsten Schäfer-Gümbel, der in den Wahlkampf ebenfalls mit einer wöchentlichen Videobotschaft auf YouTube geht. Zum Vergleich, die beiden gestrigen „Ansprachen“:

Obamas Erfolg bei den Menschen liegt nicht nur an der verwendeten Wahlkampfstrategie, sondern eben auch an der allgemeinen Unzufriedenheit im Lande und der erstaunlichen Fähigkeit diese Unzufriedenheit aufzufangen und mit den oben genannten Wahlkampfmitteln einzufangen. Als Wähler fühle ich mich regelrecht verschaukelt wenn mir eine lustlose daher geredete Videobotschaft mit quietschenden Türen einen hessischen Obama suggerieren soll.

P.S.: Ich würde ja gerne mit dieser Partei weniger hart ins Gericht gehen… aber bei so vielen Angriffsflächen, geht das einfach nicht.