Google Apps: Nutzungsrechte für Google in den AGB

Schon vor einer Weile startete Google sein Textverarbeitungsprogramm und seine Tabellenkalkulation.

In den USA stellt Joshua Greenbaum im CNET-Blog nun mit erschrecken fest, dass sich Google en passant jede Menge Rechte einräumen lässt. So darf Google in den Programmmen generierte Inhalte zu Werbezwecken nutzen (in Form von Abbildungen).

Ein Blick in die Deutschen Nutzungsbedingungen offenbart weiteres, was in den USA geschickt klausuliert ist. Google behält sich außerdem das Recht vor (unter 11.), eingestellte Inhalte selbst oder durch Dritte auswerten zu lassen.

Von der Frage abgesehen, ob solch eine Bestimmung in den AGB nach deutschem Recht überhaupt zulässig ist, so ist eines klar: Google schnüffelt auch hier extensiv in den Daten seiner Kunden. Man sollte also tunlichst vermeiden etwas vertrauliches dort zu schreiben.

9 Kommentare

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train-und-coach
4. September 2007 um 06:32

heißt dass, dass Google meine Texte und Tabellen liest und in beliebiger Weise nutzen kann?

Meister
4. September 2007 um 07:26

Genau das heißt es.

Basic Thinking Blog » Google Docs&Spreadsheet AGB = kurios?
4. September 2007 um 09:57

[…] dazu auf CNET: The Content in Google Apps Belongs to Google siehe auch Mediengerecht und Die herrschende Meinung ————————————————————- zu den […]

train-und-coach
4. September 2007 um 17:53

Hallo „Meister“,

offensichtlich ist Robert anderer Meinung, wenn mein Englisch nicht trübt, habe Google nur das Recht, die Inhalte so anzuzeigen, wie sie richtig sind?

Was also darf Google mit meinen Texten und Tabellen nun genau machen?

Meister
4. September 2007 um 18:19

Die Erklärung dieses „angeblichen“ Google Mitarbeiters ist ja schön und gut und mag vielleicht auch der Hintergedanke sein. Was der Mitarbeiter aber behauptet ergibt sich aus den deutschen Lizenzvereinbarungen definitiv nicht. Wie schon im Artikel geschrieben, die deutsche Lizenz ist ausführlicher (pro Google) als das englische Pendant.

Die These, dass sich der Passus, allein auf „freigegebene Dokumente“ für einen bestimmten Personenkreis richtet, lässt sich aus den Bedingungen nicht entnehmen. Dann würde das „werben“ mit den Inhalten auch keinen Sinn machen.

Diese Lizenz räumt Google juristisch weitgehende Rechte ein, ob Google das anfangs wollte oder nicht.

Ralf Zosel
8. September 2007 um 09:23

Hans-Peter Schüler greift das Thema auf und beruft sich dabei auf medien-gerecht: http://www.heise.de/newsticker/meldung/95613

medien-gerecht » Archiv » Google dementiert, aber AGB sind geduldig
9. September 2007 um 11:40

[…] hier aufgeworfene Frage, der eingeräumten Nutzungsrecht an Google in den AGB der Google Apps sorgt auch hier zu lande […]

medien-gerecht » Blog Archiv » Umfassende Nutzungsrechte in AGB von Google Chrome
3. September 2008 um 14:44

[…] Täglich grüßt das Murmeltier: Wie bei den Google Apps lässt sich google mit der EULA von Google Chrome wieder weltweite Lizenzen zum Veröffentlichen, Übersetzen, öffentlichen Darstellen etc. urheberrechtlich geschützten Materials einräumen. Das ganze dient natürlich nur dem Zweck, das Anzeigen, Vertreiben und Bewerben des Services zu ermöglichen. […]

facebook Bill of Rights and Responsibilities
18. Februar 2009 um 17:19

[…] Reaktionen gab es bei den AGB zum Online Bilderdienst von Adobe Photoshop Express oder auch bei Googles Office Lösung. Die Formulierungen entstehen meist durch den Willen, sich die Rechte für die […]