Clinton vs. Obama – Laufen sich deutsche Medien für 2009 warm?

Ãœber die Vorwahlen der republikanischen aber vor allem der demokratischen Partei in Amerika berichten die deutschen Medien mit besonderer Hingabe. Das ZDF verlegte am Supertuesday seine heute Sendung live nach Washington.

Am hiesigen Wochenende verlor Hillary Clinton vier Vorwahlen gegen Barack Obama. Daraufhin kam es in ihrem Team zu einem Wechsel der Wahlkampfmanagerin. In den USA ein schon lange spekulierter Schritt, der in den Nachrichten zwar seinen Platz bekommen hat, aber keine Tagesschlagzeile bestimmt.

Wie Stefan Niggemeier berichtet, sieht es in Deutschland ganz anders aus. Die führenden Onlinemedien schreiben von Rauswurf und feuern. Damit wird der Sachverhalt der vielschichtiger ist, als nur die letzten verlorenen Wahlen gegen Obama in den Hintergrund gedrängt und der Focus liegt erneut bei allem, was Potential zur Schlammschlacht bietet.

Auch wenn der Wahlkampf in den USA allgemein interessant ist, da es sich um die künftige Politik der vermeintlich letzten Großmacht handelt, zeigt jedoch diese Episode, dass die Medien nur darauf warten kleine Details aufzubauschen und auszuschlachten.

Ein Vorzeichen für die Bundestagswahl 2009, wenn es heißt Merkel vs. Beck?

3 Kommentare

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Axel
11. Februar 2008 um 09:21

Dass da SPON und die Zeitung mit den vier Buchstaben so viel, äh, reininterpretieren, ist mir auch schleierhaft. Die Tagesschau vermeldete gestern lediglich einen Rücktritt der Managerin angesichts der jüngsten Erfolge Baracks.
Die australischen Medien konzentrieren sich ebenfalls mehr auf letzteres.

dot tilde dot
11. Februar 2008 um 10:42

zumindest die qualität der tv- und radioberichterstattung über die amerikanischen caucuses und primaries lässt sich recht zuverlässig auch an der aussprache von obamas vornamen erkennen.

.~.

Axel
11. Februar 2008 um 13:12

Wegen Ba’rack O’bama ? (Das ‚ zeigt an, dass die nachfolgende Silbe betont wird.)