Anne Will – Das Ende der Brüllrunde

Soeben ging die erste Ausstrahlung der neuen Polittalkshow am Sonntag der ARD Anne Will zu Ende. Sie ersetzt das alte Mammut des Polittalks „Sabine Christiansen“, die meistens nur eine sonntägliche Brüllrunde (mit blondem Mäuschen) nach dem Tatort war.

Damit ist bei Anne Will Schluss. Die ganze Sendung ist deutlich unaufgeregter – mit Ausnahme von Kurt Beck, doch das mag andere Gründe haben. Das Thema der Sendung, die Wertschätzung von Arbeit in Deutschland, wurde mit zwei Politikern (Kurt Beck und Jürgen Rüttgers) und zwei weiteren Prominenten (René Obermann und Margot Käßmann) erörtert. Dabei wurden zu Beginn und etwa in der Mitte jeweils Einzelbeispiele als Diskussionsgrundlage genommen. Die beiden Betroffenen saßen jeweils in einer großen leeren Sitzgruppe gegenüber der Politbühne. Von der Sache her, könnte das Konzept eine gelungene Nachfolge sein. Die kommenden Sendungen werden es zeigen.

Wie eben schon angedeutet, gibt es aber auch Schwachpunkte. Einer ist ganz eindeutig das Studio. Auch wenn ein „Stardesigner“ das Studio in rot, beige und braun gekonnt entwickelt hat, so ist es (da vom selben Designer) austauschbar mit dem von „Menschen bei Maischberger“ und wirkt obendrein unruhig. Die Verkleidung ist chaotisch zusammengewürfelt, das Studio verliert sich in unendlichen Weiten, in denen irgendwo in der Mitte die Talkgäste sitzen und die -eigentlich gewollt zentralen – Beispielpersonen sitzen isoliert in leeren Sitzgruppen. All das stört etwas das Konzept der ansonsten soliden Show.

Absolutes NoGo ist allerdings der Sendungsjingle, der auffällig einem älteren Bohlen- oder Boygroupsong ähnelt.

1 Kommentar

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RA J. Melchior
17. September 2007 um 08:34

denMammut???