Weichert macht den Caspar

Thilo Weichert ist Datenschutzbeauftragter des Landes Schleswig-Holstein und hat heute mit der Meldung für Aufsehen geregt, dass Webseitenbetreiber die Social Plugins von Facebook binnen eines Monats „abschalten“ müssen. Ansonsten würden Beanstandungen, Untersagungen und Bußgelder die Folge sein. Markige Worte die an seinen Kollegen aus Hamburg Caspar erinnern, der hinsichtlich des Einsatzes von Google Analytics ähnliche Schlagzeilen machte.

Doch nicht nur in dem Punkt ähneln sich die beiden Datenschutzbeauftragten. Als Teil der Landesverwaltung hat auch der Datenschutzbeauftragte des Landes Schleswig-Holstein eine Seite auf der Landeshomepage „Schleswig-Holstein.de“. Und was findet man dort? Die Facebook Share-Funktion:

Das erinnert an die Geschichte des benachbarten Landesdatenschutzbeauftragten Caspar und den datenschutzkonformen Webanalyse-Tools.

6 Antworten auf „Weichert macht den Caspar“

  1. Ich habe schon RA Stadler gestern zurück getwittert, das die Behauptung mit dem Logo Unsinn ist.

    BITTE fragen Sie doch jemanden der sich damit auskennt, bevor sich auf das Nivea der Politiker und Phrasendrescher hinunterbegeben wird und wilde Behauptungen in die Welt geschickt werden.

  2. »Und was findet man dort? Die Facebook Share-Funktion« – Nein, die findet man dort eben nicht. Es wird nichts von Facebook & Co. nachgeladen, nichtmal das Knopf-Logo, sondern nur passiv dorthin verlinkt. Gut gebrüllt, Löwe …

  3. Wenn man Weicherts Argumentation folgt, ist auch die dort verwendete Übergabe an Facebook nicht datenschutzkonform.

    Zwar findet eine Datenübermittlung an Facebook nicht bereits bei Aufruf der Seite statt, spätestens bei Klick auf den Button werden Referrer und IP-Adresse an Facebook, Inc. übergeben. Ohne rechtskonforme Einwilligung, der es nach Weichert wohl auch in diesem Fall bedürfte.

  4. Witzige Überschritt, Inhalt grenzwertig! Völlig am Thema vorbei. Da hat jemanden wohl die Sensationslust gepackt.

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