Google verliert in Belgien auf ganzer Linie

Der Gedanke ist verlockend: Eine Suchmaschine die einfach alles im Internet auffindet und dazu auch noch möglichst einfach. Technisch einfach wäre ein sehr präziser Suchalgorithmus der das Netz durchkämt. Doch Google geht noch weiter: Es muss auch eine benutzerfreundliche Suche sein. Deshalb gibt es u.a. eine spezielle Such-Engine für Nachrichten. Schlagzeilen und Artikelanriss werden dabei im Google-Cache gespeichert.

Dagegen hatte ein belgischer Verlag vergangene Woche erfolgreich geklagt. Google verstößt damit gegen das belgische Urheberrecht, da der Verlag kein Nutzungsrecht für solch eine Nutzung erteilt habe. Das Gericht ordnete an, die entsprechenden Artikel sofort aus dem Angebot zu entfernen und das Urteil auf der Startseite von google.be bekannt zu geben.

Letzteres verweigerte Google bis der amerikanische Riese das nächste Urteil kassierte. Unter Androhung eines neuen Bußgeldes wurde die Beschwerde abgelehnt. Widerwillig hat Google nun das Urteil in kleinster Schrift und ohne Absätze auf seiner Seite eingestellt.